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Die Klosterfeste Sanguineus

Dieses uralte barocke Bauwerk, dessen Name in die neuzeitliche Sprache übersetzt ungefähr so viel bedeutet wie Festung des blutigen Regens, umfasst mehrere Quadratkilometer und wird von hohen, direkt in den Fels geschlagenen Mauern und Wachtürmen geschützt. Überall innerhalb des gigantischen Ringwalls finden sich Kirchengleiche Gebäude, die vollständig aus schwarzem Gestein errichtet wurden und ohne Ausnahme reiche Verzierungen besitzen. Auffällig sind die Dimensionen der Feste und ihrer Gebäude, die offenbar nicht auf menschliche Herren ausgelegt wurden, sondern weit größere Kreaturen beherbergen sollten.

Innerhalb der Gebäude befinden sich Unterkünfte, Arbeitszimmer, Stallungen, Lagerräume und alles andere, was eine Institution wie die Inquisition für ihre Arbeit benötigt. Zudem hat auch die Engelsgarde hier ihre Kaserne.

Inmitten der Festung steht ein gewaltiger steinerner Dom aus einer längst vergessenen Zeit, dessen zwei mächtige Türme knapp Einhundert Meter in den Himmel emporragen. Das große bronzene Eingangsportal des Doms, das über und über mit Edelsteinen besetzt wurde, ist der einzige Weg durch den man die unterirdischen Anlagen der Festung, das Sanctuarium, betreten kann.

Das Sanctuarium ist die eigentliche Festung der Inquisition und liegt tief unter der Erde, verborgen im Gestein des Zyklopenhorts. Hier erstreckt sich ein riesiges Netzwerk in den Stein gemeißelter Korridore, Kammern und Hallen. Auf den obersten Ebenen haben die Großinquisitoren und der Iudex Superior ihre großzügigen Unterkünfte, während sie in der Feste verweilen. Weiterhin befinden sich hier die Gästequartiere für die aus dem ganzen Reich zum Konklave angereisten Inquisitoren.

Direkt unter diesen Ebenen liegt die Titanenkammer, in der einmal alle sechs Jahre das große Konklave der Inquisition abgehalten wird. Die Decke dieser künstlich geschaffenen Höhle ist mehr als dreißig Meter hoch und wird von sechzig, mehrere Meter dicken Marmorsäulen gehalten. Die rundherum angebrachten Sitzränge, die vollständig mit rotem Samt gepolstert wurden, bieten ohne weiteres bis zu zweihundert Menschen Platz. Beleuchtet wird die gesamte Anlage von Tausenden Kerzen und Fackeln, für deren Entzündung ein Tross aus Dienern beinahe einen vollen Tag benötigt.

Tiefer unter der Erde liegen die großen Archive der Inquisition, in denen die Namen all derer verzeichnet sind, die vom Anbeginn des Großherzogtums an im Namen der Ordnung verurteilt wurden. Auch liegen hier, in einer riesigen Grabkammer, die über und über mit Gold, Edelsteinen und den Gebeinen der gefallenen Diener der Inquisition verziert wurde, die sterblichen Überreste der Inquisitoren, die ihr Leben im Dienste des Gesetzes hingegeben haben. Wann immer ein Inquisitor in der Ausübung seiner Pflicht stirbt, wird er hier, in der Halle der Pflicht beigesetzt.

Tiefer im Felsgestein gelegen, verfügt die Klosterburg über umfangreiche Zellentrakte in denen diejenigen Kreaturen eingekerkert wurden, die entweder zu gefährlich für eine andere Art des Strafvollzugs waren oder die man zu ihrer eigenen Sicherheit in Gewahrsam genommen hat.

Während überall in den Gängen zumeist ungezählte Schreiber, Gelehrte und andere Bedienstete der Inquisition ständig umherirren, sind die untersten Ebenen der Burg, die Verbotene Bibliothek, ausschließlich dem Inneren Zirkel vorbehalten. Dort, in der schwärzesten Tiefe liegen die abscheulichsten Geheimnisse und die schrecklichsten Wahrheiten die in der bekannten Welt existieren unter Verschluss. Von magischen Siegeln enormer Macht geschützt, werden sie hoffentlich bis in alle Ewigkeit vor den Menschen verborgen bleiben. Selbst die Mitglieder des Inneren Zirkels kennen nur wenige der Geheimnisse wirklich und vermeiden es nach Möglichkeit einen der alten staubigen Folianten zu Rate ziehen zu müssen, denn selbst sie sind nicht endgültig gefeit gegen die einst niedergeschriebenen Wahrheiten, die einen normalen Menschen bei bloßer Sichtung in den Wahnsinn treiben würden.

Der nominelle Vorsteher der Klosterfestung Sanguineus ist der Iudex Superior der sich jedoch in der Regel am Großherzoglichen Hof in Weißenthurm aufhält und nur zum großen Konklave oder einer Sitzung des Inneren Zirkels anreist.