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Das Minengefängnis – Kjallach-Thrond

Der Eingang zum Minengefängnis Kjallach-Thrond liegt in den Ausläufern der nördlichen Goldfelsen und wurde auf den Ruinen einer verfallenen Zwergenfeste errichtet. Seine Mauern sind dick und das einzige Tor, durch das man in das Innere vordringen kann besteht vollständig aus schwarzem Stahl. Jenseits des Tores erstreckt sich ein riesiges Tunnelnetzwerk, das von den  verurteilten Straftätern ständig erweitert wird.

Der einzige Weg, auf dem man das Gefängnis erreichen kann ist die Strasse der Verdammten, die direkt durch den verwunschenen Düsterwald führt. Jeder der diesen Weg einmal gegangen ist und das schwarze Tor durchschritten hat, wird nie wieder das Sonnenlicht erblicken.

In den gigantischen Stollen und Gängen des Gefängnisses schuften rund um die Uhr Hunderte Verurteilte von unterschiedlichster Herkunft. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Gefangenen in Kjallach-Thrond liegt bei weniger als einem Jahr. Mittlerweile mussten sogar zusätzliche Wächter eingestellt werden, um die Selbstmordrate unter den Gefangenen zu reduzieren.

Der derzeitige Direktor des Gefängnisses ist Magister Dimitrij Vankaliov, ein ehemaliger Senator der Stadt Tybalt, der jedoch wegen seiner Verfehlungen vor knapp dreißig Jahren zu lebenslanger Haft in Kjallach-Thrond verurteilt wurde. Durch einen juristischen Trick und unter Einsatz seines gesamten Vermögens, gelang es ihm jedoch, vor seiner Deportation das gesamte Gefängnis zu kaufen. Somit wurde er zugleich Insasse und Direktor dieses unsäglichen Ortes. Lange Jahre hat die Inquisition versucht eine Lösung für dieses Dilemma zu finden, doch schließlich hat man sich darauf geeinigt, einfach abzuwarten, bis der Magister schließlich verstorben sein mag.

Viele Gerüchte ranken sich um das Minengefängnis und die angeblichen grausamen Folterungen und Entbehrungen welche die Gefangenen erleiden müssen. Die Großherzöge von Valkenstein nutzen diese Gerüchte seit Generationen, um den Frieden in ihrem Land aufrecht zu erhalten, denn selbst die abgebrühtesten Räuber und Verräter suchen bei ihrer Festnahme lieber den Tod als nach Kjallach-Thrond deportiert zu werden.

Trotzdem vergeht kein Monat, ohne dass nicht mindestens eine kleine Gruppe Gefangener über die Strasse der Verdammten ihrem schrecklichen Schicksal entgegengeführt wird. Zumeist bestehen diese Gruppen aus Schwerkriminellen, für die ein fortdauernder Aufenthalt in den regulären Gefängnissen Valkensteins oder die Hinrichtung zu milde erschien.

Neben den Einnahmen, die das Gefängnis durch den Abbau von Edelmetallen erwirtschaftet, ist es auch einer der größten Frischfleisch Exporteure in Valkenstein und beliefert praktisch alle Weiler und Kasernen der Reichsgarde mit Nahrung. Woher dieses Fleisch stammt ist ungewiss, aber laut der offiziellen Erklärung stammt es von Höhlenziegen, die auf fruchtbaren, einst von den Zwergen eingerichteten Plateaus unterhalb der Goldfelsen grasen.