Das Großherzogtum Valkenstein ist ein frostiges Land im hohen Norden der bekannten Welt, dessen Ausläufer sich bis in die unwirtlichen Weiten des ewigen Eises erstrecken. Im Norden, Osten und Westen wird das Land von einem riesigen Sichelförmigen Gebirge umschlossen, den Goldfelsen. Die gesamten Goldfelsen sind von unzähligen Stollen und Minen durchzogen, die zum Teil Tausende von Jahren alt sind. Die Ursprünge dieser Stollen gehen zum grössten Teil auf die Zwerge zurück, die bereits lange vor den Menschen in dieser Gegend nach wertvollen Metallen schürften.

Nördlich der Goldfelsen gibt es nichts außer den unermesslichen Weiten von Eis und Schnee. Nichts und niemand kann dort existieren und doch berichten die alten Legenden von Kreaturen, die dort im ewigen Eis ihr Dasein fristen sollen; Kreaturen jenseits aller Menschlichkeit über die selbst die abgebrühtesten Gardisten nur im Flüsterton reden und deren wahre Namen mit der Zeit in Vergessenheit gerieten.

Jenseits des westlichen Gebirgsmassivs liegt die Ebene von Zirrkud. Dieses weitläufige Gras- und Weideland ist beinahe das ganze Jahr mit einer dünnen Frostdecke überzogen, so dass es von vielen Einheimischen deshalb auch als die Gläsernen Weiten bezeichnet wird.

Durch die Goldlfesen geschützt, herrschen im Süden Valkensteins mildere Temperaturen, die jedoch selten die Marke von +15 Grad Celsius überschreiten. Auch im Hochsommer steigt das Thermometer kaum über +20 Grad, während es im Verlauf des langen Winters in der Regel zwischen -15 und -20 Grad Celsius kalt ist. Dank des milden Klimas und unter der Einwirkung des Steyk, des grossen Reichsstroms, der Valkenstein der Länge nach durchschneidet, entwickelte sich der Süden Valkensteins nach und nach zu einem fruchtbaren Landstrich. Hier finden sich auch die Städte, Dörfer und anderen Einrichtungen der Zivilisation, die das Land heutzutage prägen.

Einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren in Valkenstein ist der Steyk, ein großer Fluss, dessen Quelle in den Nord-Östlichen Goldfelsen zu finden ist und dessen Hauptarm sich südlich der Reißzähne in zwei Ströme spaltet. Der Hauptarm des Steyk, der West-Steyk, durchzieht ganz Valkenstein der Länge nach und fließt direkt an der Hauptstadt Weißenthurm vorbei. Erst nachdem er die Ausläufer der westlichen Goldfelsen erreicht hat, verschwindet er in der Tiefe und tritt anschließend jenseits der Felsen wieder hervor, um seinen Weg gen Westen in deutlich geschmälerter Form fortzusetzen. Der Süd-Steyk hingegen schlängelt sich, nachdem er an den Südöstlichen Ausläufern der Goldfelsen angelangt ist, durch ein riesiges Höhlensystem, dem Labyrinth von Pytthorra, hindurch und erreicht auf der anderen Seite des Gebirges schließlich den Ozean.

Neben den ausgeprägten Minenanlagen in den Goldfelsen und dem Fischfang im nahen Weltensee sowie im gesamten Verlauf des Steyk, verfügt Valkenstein auch über große Mengen an Holz, das per Schiff in die unterschiedlichsten Länder transportiert wird. Das bedeutendste Exportgut ist und bleibt aber vor allem die Valkensteiner Steineiche die, wenn sie richtig behandelt wird, die Widerstandskraft von Stahl und das Gewicht dünnen Holzes aufweist und die aufgrund dieser Beschaffenheit überall in den südlichen Reichen  mehr als geschätzt wird.

Überall in Valkenstein findet man die großen Reichsstrassen, die das ganze Land durchziehen und somit die Haupthandelswege darstellen. Entlang dieser Straßen finden sich immer wieder kleinere Dörfer und Gehöfte durch die das umliegende Land bebaut wird.

Die Bevölkerung Valkensteins besteht zu ca. 95% aus Menschen, die zum größten Teil in den Städten und Dörfern nahe den Reichsstraßen leben. Weitere 4,8% der Bevölkerung setzen sich aus Zwergen zusammen, die entweder mit den Menschen in den großen Städten des Reiches zusammenleben oder ihre eigenen Siedlungen unterhalten. Die übrige Bevölkerung sind zum größten Teil Elfen und verschiedene andere eingebürgerte Wesen.

Auffallend ist in Valkenstein im Vergleich zu anderen Ländern vor allem, dass nur ein verschwindend geringer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Vielmehr ergeht es den meisten Bewohnern des Großherzogtums zumindest so gut, dass sie alles besitzen was für ein einfaches, aber zufriedenes Leben nötig ist.