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Auf dem Weg nach Brega…

Leichter Dunst stieg aus der durchtrennten Kehle wurde aber fast augenblicklich von dem starken Nieselregen, der das Land seit Tagen aufweichte, zerstoben. Gerhardt wischte seine Klinge an dem blauschwarzen Wappenrock des Toten sauber.
Immer wieder trafen seine vier Grenadiere und er bei der Verfolgung der Lupus Umbra auf versprengte Soldaten. Nennenswerten Widerstand erlebten sie nicht. Mittlerweile hatten sie die Stadt Uld umgangen und waren nordwärts Richtung Brega unterwegs.

 

Das Land war in einem fürchterlichen Zustand. Die Felder waren verwaist, überall brannten Höfe oder waren restlos geplündert. Die Wege waren gesäumt mit den Leichen der gelynchten Bevölkerung, das Reich des Lupus Umbra lag in den letzten Zügen doch ihre Herrscher wollten es nicht wahr haben.

 

Ein Geräusch ließ die Valkensteiner aufhorchen. Gerhardt blickte sich nicht um als er seinen Leuten das Zeichen zum Auffächern gab, es würde ohnehin jeder an seiner Position sein.

 

Voraus war Kampflärm zu hören, nach einigen Metern konnten die Männer auf einer Lichtung ein bizarres Szenario beobachten Ein Soldat des Lupus Umbra stand fünf Bauernmilizen gegenüber, sein linkes Bein blutete stark und er schien Schwierigkeiten beim Luft holen zu haben, trotzdem schrie er seinen Widersachern Herausforderungen entgegen.

 

Was für ein dummer Mensch, dachte sich Gerhardt, weniger stolz und etwas mehr List und er wäre jetzt nicht in dieser Situation.
Zwei der Bauern griffen gleichzeitig von den Flanken an, doch der Lupus machte zwei Schritte zur Seite und verkürzte so die Angriffsdistanz. Der Schlag des Bauern ging fehl, gleichzeitig bekam er von dem Soldaten einen Treffer der ihm die Bauchdecke öffnete. Der zweite Angreifer musste über den stürzenden Körper springen. Dieser kurze Augenblick reichte dem Lupus Umbra um auch ihn niederzustrecken.

 

Irgendwie hatte es der Soldat geschafft das Kurzschwert des Milizionärs an sich zu bringen. Mit einer für seine Verletzungen erstaunlich gewandten Bewegung schleuderte er es den Bauern entgegen, röchelnd brach einer mit dem Schwert in der Brust zusammen.

 

Die beiden letzten Bauernmilizen stürmten schreiend auf den Lupus Umbra ein, der konnte dem Speer des einen nicht mehr ganz ausweichen. Die Spitze durchbohrte die rechte Schulter des Soldaten und nagelte ihn an einen Baum hinter ihm, doch noch war sein Kampfeswille nicht gebrochen.

 

Sein rechter Arm versagte ihm den Dienst also zückte er mit seiner Linken einen verborgenen Dolch und rammt ihn dem Bauern in die Stirn, nur um vom letzten Milizionär mit einem wuchtigen Schlag eines Anderthalbhänders den Arm abgetrennt zu bekommen.

 

Der Bauer erhob gerade seine Waffe zum finalen Schlag als er plötzlich inne hielt und ungläubig die Spitze eines Armbrustbolzens betastete der aus seiner Gurgel ragte, er war tot bevor er den Boden berührte.

 

Das Gesicht Gerhardts erschien im Blickfeld des Lupus Umbra. “Mann! Die waren aber so richtig sauer auf euch. Ihr müsst dringend an eurem Führungsstil arbeiten.” Der Soldat ächzte.” Wer seid ihr?” “Die Rettung Kamerad… Wir sind die Rettung.” “Ihr müsst mir helfen! Wir können diesen Krieg noch gewinnen. Ich habe einen Boten mit wichtigen Informationen nach Middenheim geschickt bevor diese Bastarde zu Verrätern wurden. Er muss durch kommen.” Ein unmerkliches grinsen huschte über Gerhardts Gesicht. “Keine Sorge! Wir werden den Boten in unsere persönliche Obhut nehmen. Aber erst…Kamerad…kümmern wir uns um euch.” Dann zückte Gerhardt sein Messer.