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Die Eisenwölfe

„Offiziere befehlen! Soldaten folgen! Kommissare wachen! Dies sind die drei Grundpfeiler unserer Armee! Unseres Reichs! Unserer Welt!“

Jaroslav Hardenstein II., General-Kommissar der Eisenwölfe

Die Eisenwölfe ist der umgangssprachliche Terminus für die Kommissare des „Officium Pietatis Extraordinarii des Garde-Iustitiats der Großherzoglichen Reichsgarde zu Valkenstein“ welchen die Aufgabe obliegt, die Reihen der Valkensteiner Armeen zu überwachen und den Gesetzen des Reiches Geltung zu verschaffen, gleich ob im Kasernenhof, auf dem Marsch oder im Blut und Dreck des Schlachtfelds.

So wie das wachsame Auge der Inquisition auf dem Volke Valkensteins als Ganzem liegt, widmen sich die Eisenwölfe ihren Kameradinnen und Kameraden, vor allem aber jenen Gardisten, die Anzeichen der Untreue oder Pflichtvergessenheit zeigen.

Anders jedoch, als die Priesterschaft Tormentors, die ebenfalls in den Rängen der Garde dient, sind die Eisenwölfe nicht daran interessiert, welche seelischen Qualen oder religiösen Probleme einen Gardisten plagen mögen. Sie sind einzig und allein die Verkörperung der eisernen Faust des Gesetzes!

Ihre Welt beginnt mit den ersten Zeilen des Codex Iuris Impero und endet mit den letzten Seiten des Codex Legis Inquisitionis Sanctionis. Auf dem Schlachtfeld inspirieren sie die Truppen zumeist mit ihrer bloßen Anwesenheit, seltener aber auch mit der ein oder anderen wohl platzierten Exekution von Feiglingen und Verrätern.

Eine weitere wichtige Aufgabe haben die Eisenwölfe in ihrer Funktion als Bindeglied zwischen der Reichsgarde und der Inquisition. Die Kommissare sind es, in deren Ermessen die Entscheidung über kleinere Disziplinarstrafen bis zur exemplarischen Exekution liegt, jedoch beschränken sich ihre Kompetenzen rein auf die Mitglieder der Valkensteiner Reichsgarde. Für alle anderen Belange ist die hochverehrte Inquisition zu Valkenstein verantwortlich.

Da es jedoch immer wieder zu Überschneidungen von Armee- und Zivilangelegenheiten kommt, liegt das Officium nicht selten in mehr oder weniger offenem Konflikt mit einzelnen Inquisitoren, die in ihren Augen der Bestrafung einzelner Soldaten zu hohen Wert beimessen, anstatt das Wohl der gesamten Reichsgarde im Fokus zu behalten.

In diesem Konflikt zwischen Reichsgarde und Inquisition liegen auch die Ursprünge des Officiums. Nach einem mittlerweile mehr als einhundert Jahre zurückliegenden Streit über das Vorgehen einer Sturmgrenadiereinheit im fernen Arakistan zwischen General Larius Marconus und dem Großinquisitors der Provinz Celestia, Bakavian von Hohenlohe, kam es zu mehreren Scharmützeln zwischen Gardetruppen und den Walküren der Engelsgarde, bei denen beide Seiten mehrer Tote zu beklagen hatten.

Bevor dieser Zwist das Großherzogtum in seinen Grundfesten erschüttern würde, trafen der amtierende Großherzog und der Iudex Superior der Inquisition eine Übereinkunft, die darin bestand, dass fortan ein Officium in den Reihen des Offizierscorps entstehen sollte, das die das Militär betreffenden Gesetze des Codex Legis Inquisitionis Sanctionis durchsetzen und über die moralische Korrektheit der Soldaten wachen sollte.

Die Inquisition hingegen verpflichtete sich nur dann in den Reihen der Garde zu agieren, wenn gar absonderliche Umstände es verlangten oder sie vom Officium oder der Generalität dazu aufgefordert würden.