browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Von Recht und Ordnung

Die Rechtsprechung im Großherzogtum Valkenstein wird ebenfalls durch das von Großherzog Theodor I. eingeführte zwei Säulen System der Staatsmacht geprägt.

Auf der einen Seite steht der Großherzog, der als Einziger die Macht hat, für ganz Valkenstein Gesetze zu formulieren. Damit diese ihre Gültigkeit haben, müssen sie jedoch auf der anderen Seite vom Iudex Superior der Inquisition genehmigt und codifiziert werden.

Der Iudex Superior zu Valkenstein ist der oberste Richter in den Grenzen des Reiches. Dieses Amt beinhaltet nicht nur die Möglichkeit jegliche Ressourcen des Großherzogtums bei der Ergreifung von Verbrechern zu requirieren, sondern auch die durch den Großherzog erlassenen Gesetze abzulehnen oder zumindest eine Korrektur zu verlangen.

Anders als der Großherzog, steht der Iudex Superior und sein Gefolge aus Inquisitoren grundsätzlich über dem Gesetz, bis sie sich eine mögliche Verfehlung zuschulden kommen liessen und durch ihre Vorgesetzten ihrer Immunität beraubt wurden.

Jeder Provinzherrscher Valkensteins ist gleichzeitig auch für die Aufrechterhaltung von Zucht und Ordnung in seinem Herrschaftsbereich verantwortlich. Aus diesem Grund beschäftigt jeder von ihnen mindestens ein halbes Dutzend Vögte, denen jeweils ein bestimmter Abschnitt der Provinz, ein sogenannter Distrikt, zugeteilt wurde und die direkt mit den örtlichen Inquisitoren zusammen arbeiten.

In seinem Distrikt ist der Vogt die oberste gerichtliche Instanz. Er ist derjenige, der nach einer Schlägerei das Strafmaß für die Betroffenen festlegt oder bei Streitereien zwischen ansässigen Bauern eine Entscheidung trifft. Erst wenn es um schwerwiegende Verbrechen wie Mord oder Landesverrat geht, ist der Vogt verpflichtet um Beistand durch ein Mitglied der Inquisition zu ersuchen.

Die Strafen in Valkenstein sind im Allgemeinen hart, aber gerecht, und für jede Person in den Grenzen des Reiches bindend. Auch die Folter war lange Zeit ein übliches Mittel der Inquisition, jedoch wird sie mittlerweile von den weniger energischen Inquisitoren als Mittel abgelehnt, da ihre Ergebnisse zumeist ungenau und fragwürdig sind.

Generell gilt in Valkenstein aber der Grundsatz: Im Zweifel gegen den Angeklagten! Anders als in anderen Reichen wird der Angeklagte erst mit seinen Vergehen konfrontiert und von eine rechtmäßigen Autorität verurteilt. Anschließend wird ihm die Möglichkeit gegeben den vorsitzenden Richter innerhalb eines festgelegten Zeitraums von seiner Unschuld zu überzeugen, die ihm dann gegebenenfalls zugestanden werden kann.

Niedergelegt wurden die Gesetze des Großherzogtums in den zwei großen Gesetzesbüchern des Reiches, dem Codex Iuris Impero und dem Codex Legis Inquisitionis Sanctionis. Während ersteres eine allgemeine Sammlung von Verordnungen und Gesetzen darstellt, ist das letztere Werk eine Auflistung aller möglichen Straftaten und der dafür angemessenen Strafen.

Die im Codex Legis Inquisitionis Sanctionis verzeichneten Strafen sind jedoch nur das Richtmaß der Möglichkeiten über die ein Richter verfügen kann. Im Allgemeinen hat jede Provinz des Großherzogtums Valkenstein ihre eigenen Schwerpunkte in Sachen Recht und Ordnung. Während man in den Hafenstädten bereits für einen einfachen Taschendiebstahl aufgeknüpft werden kann, wird man in Greifstedt beispielsweise meist mit einigen Tagen am Pranger auskommen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass einige Verbrechen durchaus in Kombination auftreten können, was dazu führt, dass die entsprechenden Strafen deutlich erhöht werden. Ein Entführer, dessen Geisel durch sein Zutun ums Leben kommt, würde somit die sofortige Deportation nach Kjallach-Thrond erwarten können, sofern er sich nicht für den Tod durch den Strang entscheidet.