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Die Küstenstädte

Eine weitere Provinz innerhalb der Grenzen von Valkenstein bilden die Küstenstädte jenseits der östlichen Ausläufer der Goldfelsen. Diese Städte werden von den Händlergilden regiert und pochen, zumindest auf dem Pergament, darauf, dass sie den Rang von Freistädten besitzen.

Die oberste Instanz in dieser Provinz ist der Handelssenat, an dessen Spitze zwei gewählte Consuln stehen, einer für jede Stadt. Der Senat setzt sich aus jeweils fünfundfünfzig Senatoren beider Städte zusammen.

Im Regelfall sind es vor allem die reichen Händlerfamilien, Gildenmeister und Gewerkschaftsgrössen, die sich ihre Plätze im Senat erkaufen. Trotzdem hat offiziell jeder Bürger von Freyhaven und Tybalt das Recht seine Stimme für einen Kandidaten für das Amt des Senators abzugeben.

Die Senatswahlen finden einmal alle zwölf Jahre statt und gehen zumeist mit viel Aufruhr und einer drastisch ansteigenden Kriminalitätsrate einher. Sobald die Mitglieder des Senats ermittelt wurden, wählen die Senatoren unabhängig von den städtischen Bürgern zwei Consuln.

Diese werden für die nächsten zwölf Jahre die nominellen Herrscher der Freistädte sein und alle Rechte und Pflichten eines Provinzherrschers besitzen, mit Ausnahme der durch den Adelsstand gegebenen Privilegien, denn trotz seiner herausgehobenen Stellung ist der Consul immer noch ein Bürgerlicher.

Sollte ein Consul der Freistädte sein Amt nicht zum Wohlwollen des Senates ausüben, kann dieser ihn jederzeit mit einer Zweidrittel Mehrheit absetzen und Neuwahlen fordern. Dies ist bisher jedoch erst ein einziges Mal in der Geschichte von Valkenstein geschehen, nachdem herauskam, dass einer der amtierenden Consuln, Marcus Meridius, ein Sohn des reichsten Händlers der Stadt, gute Geschäfte mit Freibeutern machte, welche die Schiffe seiner Konkurrenten überfielen.

Der Senat debattierte lange Nächte darüber, ob man ihn absetzen sollte. Schließlich fand sich sogar eine Mehrheit für die Absetzung des Consuls, welcher seine Entmachtung allerdings nicht mehr mitbekam, da ihm Unbekannte noch in derselben Nacht die Kehle durchgeschnitten hatten und man ihn am folgenden Tag im Hafenbecken von Freyhaven treibend gefunden hat.