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Der Kristallsee

Der Kristallsee liegt weit im Westen von Valkenstein, jenseits der großen Gebirgskette, inmitten der Ebene von Zyrrkud. Seinen Namen erhielt der See aufgrund seiner Beschaffenheit, denn das Wasser ist selbst in tiefster Tiefe glasklar. Kein Dreck oder Schlamm verhindert die Sicht und man kann ohne weiteres mit bloßem Auge den Grund betrachten.

Der See verfügt über reiche Fischgründe, die von den Fischern der Dörfer Gommorath im Norden und Sodomek im Süden genutzt werden. Die Einwohner der beiden Dörfer sind allerdings  bis aufs Blut verfeindet und nicht selten kommt es zu Streitereien und Kämpfen zwischen den beiden Parteien.

In der Mitte des Sees liegt die Insel des Leids, auf der sich die dunkle Silhouette des Turms von Tehara erhebt. Dieses antike Bauwerk besteht aus einem einzigen, schlanken schwarzen Turm, der genau Einhundertelf Meter hoch ist und mit den unterschiedlichsten Runen und Schriftzeichen verziert wurde. Überall ragen stählerne Dornen aus den ansonsten glatten Wänden und nur wenige Lichtschlitze beleuchten das Innere.

Immer wenn der Vollmond hoch am Himmel steht, so sagen die Einheimischen, beginnen die Runen des Turmes zu verschwimmen und sich neu anzuordnen, wobei sie ein infernalisches Wehklagen, das weit über den Kristallsee hinaus zu hören ist, erzeugen.

Die Ursprünge des Turms gehen auf einen finsteren Elfenhexer zurück, den sein Volk im Güldenen Zeitlater in der Phönixstatue im Greifenwald für alle Ewigkeit einkerkerte. Er war es gewesen, der den Turm hatte erbauen lassen und noch heute steckt seine bösartige Essenz in den alten Mauern. Niemand traut sich dem Turm auf mehr als hundert Schritt zu nähern und selbst die Fischer aus Sodomek und Gommorath fahren einen großen Bogen um die Insel.